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Unser Start in Bali – anders als erwartet

sunliferepeat·25. Juni 2026·3 Min. Lesezeit
Unser Start in Bali

Als wir in Bali ankamen, dachten wir nicht, dass unser Start erst einmal bedeutet: Wir fallen.

Im Zimmer in Uluwatu flossen Tränen. Der ganze Ballast der letzten Jahre, vor allem der letzten Monate, fiel ab.

Zurückblickend, keine Überraschung. Fünf Jahre, die uns gefordert haben. Erst starb mein Opa. Dann Sockes Schwester. Gefolgt kam der Kontaktabbruch zu meiner Mutter. Und irgendwo dazwischen kam Jans Burnout, das die Depressionen offenbarte, der Kampf begann. Socke, unser kleiner Kater, hat uns dann im Jahr unserer Entscheidung verlassen müssen. Er durfte friedlich einschlafen. Ein weiterer herber Schlag.

Das alles muss man erst einmal verarbeiten. Doch wirklich Zeit hatten wir nicht. Erst in Bali, mit dem Ankommen, kam der Gedanke:


Jetzt haben wir kein Zuhause mehr. Wir sind nun auf uns gestellt.

Es war hart. Wir dachten, wir erkunden. Beim Abflug waren wir voller Tränen, mit dem Abschied, aber auch mit großer Vorfreude.

Doch es war eben anders. Traurig saßen wir am nächsten Tag am Strand, tief versunken in Gedanken.

War der Schritt richtig?

Was, wenn es nicht funktioniert?

Mit jedem Tag wurde es etwas besser. Wir haben intensiv über die letzten Jahre gesprochen. Was wir fühlen, wenn wir daran denken. Was es mit uns gemacht hat. Um zu sehen, dass es zu diesem Schritt geführt hat. Geholfen hat, über die Wünsche und Hoffnungen zu sprechen, die mit diesem Schritt kamen. Dass wir ein neues Zuhause finden möchten, und uns selbst.

Reden war hier sehr wichtig.

Wir haben verarbeitet. Haben realisiert: Wir haben nun ein neues Leben.