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Indonesien
Bali
Im Wassertempel eintauchen

Bali

Überall kleine Opfergaben. Und ein Gefühl von Dankbarkeit.

Bali. Als wir auf die Insel kamen, wussten wir nicht, was uns hier erwarten würde. Nadja zum ersten Mal in Asien. Und ich auf Bali? Ehrlich gesagt hatte ich das so gar nicht auf dem Schirm.

Die ersten Tage waren sehr herausfordernd. Bali hat uns aufgefangen, als wir stürzten. In ein neues Abenteuer, weit weg von Freunden und Familie. Als wir unser Zimmer erreichten, waren wir völlig aufgelöst – und der Ballast auf den Schultern fiel einfach ab.

Bali ist besonders. Es ist kaum möglich, in Worte zu fassen, was die Insel mit uns gemacht hat. Aber auch mit vielen anderen. Man spürt hier einen ganz besonderen Vibe. Eine Dankbarkeit, eine Balance – mit Freude und einfach dem Leben.

Die Locals sind offen, herzlich. Sie nehmen einen auf. Viele Situationen mit ihnen bleiben uns im Herzen. Was woanders so oft vermisst wird, ist hier normal. Wird einem vorgelebt. Dankbarkeit ist überall zu sehen.

Jeder Ort hier hat seinen eigenen Charme. Etwas, das die Insel besonders macht.

Wir wissen: Wir werden immer wieder zurückkehren, immer möglichst lange hier verweilen. Es ist, als würden wir heimkommen. Ein tolles Gefühl.

Allgemeine Infos über Bali

Religion & Kultur

In Bali lebt man den Hinduismus. Was uns hier besonders berührt hat, ist die tiefe Dankbarkeit der Balinesen. Jeden Morgen bereiten sie ihre Canang Sari vor, kleine Opfergaben, mit denen sie sich für alles bedanken, was sie haben. Selbst mit den Tieren werden diese geteilt. Diese kleinen Rituale haben uns gezeigt, wie präsent und bewusst Dankbarkeit hier gelebt wird.

Bali steckt voller Farben, Rituale und Traditionen. Überall begegnet euch die balinesische Kultur. Ob beim Canang Sari am Straßenrand, bei den Tempeln oder bei den täglichen Zeremonien. Wir finden es einfach faszinierend, wie tief verwurzelt der Glaube hier ist und wie selbstverständlich Religion und Alltag miteinander verschmelzen.

Besonders spannend sind die balinesischen Feste: Nyepi – der Tag der Stille. Galungan & Kuningan – der Sieg des Guten über das Böse. Die Balinesen leben ihre Feste mit so viel Freude und Hingabe, da steckt so viel Herzblut drin.

Sprache

Auf Bali spricht man Indonesisch, doch die Balinesen haben ihre eigene Sprache: Balinesisch, die wir besonders charmant finden. Viele Wörter klingen fast wie kleine Gedichte. Zum Beispiel „moali“, was so viel bedeutet wie „bitte“. Ein Wort, das uns oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.

DankeSuksmasook-smah
Vielen DankMatur suksmamah-toor sook-smah
Guten MorgenRahajeng semengrah-ha-yeng seh-meng

Essen & Trinken

Typische indonesische Gerichte sind natürlich Nasi Goreng und Mie Goreng. Die Essenskultur auf Bali hat aber viel mehr zu bieten. Besonders lecker fanden wir Fried Chicken, Nasi Campur oder Balinese Chicken. Wer vegetarisch essen möchte, findet hier problemlos Alternativen. Traut euch in die kleinen Warungs, es lohnt sich.

Leitungswasser auf Bali ist nicht trinkbar, aber in Restaurants bekommt ihr Wasser und Getränke normalerweise mit Eis aus gefiltertem Wasser. Die Locals trinken das selbst auch. Wir hatten bisher immer mit Eis getrunken und keinerlei Probleme.

Teller mit Nasi Campur
So sieht bei uns ein ganz normales Mittagessen aus.

Rollerfahren auf Bali

Rollerfahren auf Bali ist ein Geschenk: warme Luft, Reisfelder links und rechts, dieses Gefühl von absoluter Freiheit. Doch gleichzeitig ist es nichts für Ungeübte. Der Verkehr ist chaotisch, wild und unberechenbar. Ein internationaler Führerschein ist Pflicht, sowie Helme.

In den Bergen im Norden unbedingt Pausen machen und die Bremsen schonen. Uns sind die Bremsen einmal überhitzt – Jan hat uns im letzten Moment in eine Wiese gelenkt. Bitte unterschätzt das nicht.

Bezahlung

In Bali zahlt man mit der Indonesischen Rupiah (IDR). Anfangs wirken die vielen Nullen etwas verwirrend. Grundsätzlich kann man hier sehr günstig leben, vor allem wenn man lokales Essen und einfache Unterkünfte wählt. Westliche Restaurants oder Beach Clubs sind dagegen deutlich teurer.

Aktueller Kurs…live · Quelle: EZB

Viele kleine Warungs akzeptieren nur Bargeld, größere Restaurants in der Regel auch Karte. Am besten immer kleine Scheine haben. Tipp: Jeder ATM ist anders – wir haben mit unseren Kreditkarten beim BRI die besten Konditionen.

Visa

Wir waren mittlerweile dreimal unterschiedlich unterwegs. Beim ersten Mal sind wir über eine Agentur eingereist, mit einem 60-Tage-Visum, das sich auf 180 Tage verlängern ließ. Beim zweiten Mal sind wir mit dem klassischen Visa on Arrival eingereist. Beim dritten Mal sind wir dann direkt mit dem D12-Visum eingereist, weil wir Bali lieben und von hier aus remote arbeiten wollen. Das hatten wir 1–2 Monate vorab über eine Agentur beantragt. Es gibt also mehrere Wege, je nachdem wie lange ihr bleiben wollt und wie ihr einreist. Alle aktuellen Optionen hier.

Bali Belly

Viele Reisende bekommen früher oder später „Bali Belly“. Das ist eine Magen-Darm-Reaktion auf ungewohntes Essen oder Bakterien. Wirklich verhindern kann man das nicht. Uns hat es auch erwischt.

Doch für uns ist ganz klar: Wir verzichten deshalb auf nichts. Wenn es euch trifft: viel trinken (am besten Kokosnuss), Elektrolyte oder Kohletabletten, und wenn nötig die Apotheke aufsuchen. Meist ist man nach 1–3 Tagen wieder fit.

Kokosnuss mit herzförmigem Deckel
Kokoswasser hat uns oft gerettet, wenn der Magen streikte.

Hygiene & Sauberkeit

Wer Sauberkeit und Hygiene wie in Europa erwartet, den müssen wir leider etwas enttäuschen. Bali hat einen anderen Hygienestandard. Indonesien ist kein reiches Land. Die Balinesen nutzen das, was sie haben sehr lange.

Die Balinesen geben ihr Bestes: Sie reinigen auf Wunsch jeden Tag euer Zimmer. Die Bidet-Dusche wird anstatt von Toilettenpapier genutzt – nach etwas Gewöhnung wirklich eine tolle Erfindung. Tipp: Habt immer eine Toilettenpapier-Rolle dabei.

Wetter & Reisezeit

Bali hat zwei klare Jahreszeiten: Trockenzeit (Mai–Oktober) und Regenzeit (November–April). In der Trockenzeit ist das Wetter am stabilsten. Die Regenzeit bedeutet nicht, dass es durchgehend regnet – aber kurze, kräftige Schauer.

Ubud & Sidemen: mehr Regen, dichter Nebel. Canggu, Seminyak & Uluwatu: trockener und sonniger. Norden & Berge: deutlich kühler und feuchter.

Bali ist das ganze Jahr bereisbar. Die Frage ist nur, was du suchst.

Hunde & Affen

Auf Bali triffst du viele Straßenhunde. Die meisten sind freundlich und gehören oft zu einem Café oder Warung. Halt jedoch immer etwas Abstand und vermeide, sie anzufassen. Eine Tollwutimpfung vor der Reise ist dringend empfohlen.

Die Affen, zum Beispiel im Monkey Forest, sind keine Kuscheltiere. Halte Abstand, zeige kein Essen, und lass sie in Ruhe.

Affe im Monkey Forest
Im Monkey Forest schauen wir zu. Gefüttert wird nicht.

Armut & Müll

Die Armut hier hat uns anfangs sehr berührt. Viele Balinesen leben in Holzhütten, auf Baustellen oder teilen sich zu viert oder mehr einen Raum. Trotz dieser Lebensumstände haben wir immer wieder Dankbarkeit und Zufriedenheit erlebt.

Bali hat ein ernstes Müllproblem. Wir versuchen, so nachhaltig wie möglich zu reisen: Trinkflaschen auffüllen, wiederverwendbare Taschen nutzen und Müll möglichst vermeiden.

Remote Arbeiten & Internet

Bali – und besonders Canggu und Ubud – ist eines der bekanntesten Ziele für Digital Nomads weltweit. Es gibt unzählige Cafés und Coworking-Spaces mit schnellem WLAN, in denen man entspannt arbeiten kann.

Das Internet ist in den meisten Unterkünften und Cafés stabil. Für unterwegs lohnt sich eine lokale SIM-Karte oder eSIM (z. B. Telkomsel) – günstig und mit gutem Netz fast überall auf der Insel.

Mehr Erfahrungen und Tipps zum Arbeiten auf Bali folgen bald.